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Heinz Renz

50 Jahre 1. Vorsitzender des

Wandervereins 1951 Röllfeld e.V. 

 

Heinz Renz
 

Vereinsinterne Ehrung und Ernennung zum Ehrenvorsitzenden

auf der Generalversammlung, am 03.03.07

 Fotos der Ehrungen können Sie hier aufrufen!

 

Seit 1954 ist Heinz Renz Mitglied im Wanderverein Röllfeld. Bereits nach einem Jahr, am 04.12.1955, wählte ihn die Generalversammlung zu ihrem 1. Vorsitzenden und sprach ihm ununterbrochen 50 Jahre lang ihr Vertrauen aus.

Während seiner „Amtszeit“ wurde der Verein mit dem Elan des Gründergeistes vorangebracht, wobei ein ausgeprägtes Zusammengehörigkeitsgefühl und eine starke Kameradschaft stets für Heinz Renz große Bedeutung hatten.

Der Aufschwung im Verein zeigt sich sichtbar an der Errichtung des Wanderjugendheimes, welches am 24.05.1959 eingeweiht wurde.

Mit nur 100,00 DM Startkapital in der Vereinskasse war das schon ein gewagtes Unternehmen. Neben den beträchtlichen Eigenleistungen wurden zur Finanzierung Spenden gesammelt. Ansichtskarten als Bausteine verkauft, Waldfeste, Heimatabende und Theateraufführungen veranstaltet.

Nachdem im Jahre 1973 das Grundstück von der Gemeinde Röllfeld erworben werden konnte, waren dann auch die Voraussetzungen geschaffen, das „alte Waldhaus“ mit Strom, Telefon, Wasser- und Kanalanschluss zu versorgen. Nach ausführlichen Beratungen wurde beschlossen, das alte Wanderheim entsprechend den heutigen Anforderungen zu erweitern.

So wurden moderne Toiletten für Gäste und Personal, Wasch- und Duschräume, eine größere Küche, Schlafgelegenheiten für 38 Personen sowie Abstell- und Lagerräume geschaffen.

Verbunden mit einem Fest vom 12. bis 14. Juni 1982 wurde dann das neue Wanderjugendheim seiner Bestimmung übergeben. Vorstand Heinz Renz betonte in einer Feierstunde, dass „man nun einen Meilenstein in der Geschichte des Vereins gesetzt habe, der in späterer Zukunft noch von der Schaffenskraft und dem Idealismus der heutigen Generation Zeugnis ablegen werde“.

Bewirtschaftet wird das Wanderheim an Sonntagen von bewährten freiwilligen Helfern.

1989 wurde an der Nordseite des Wanderjugendheimes eine geräumige Halle für Arbeitsgeräte und Sitzgarnituren errichtet.

Das Wanderheim hat neben den laufenden Übernachtungen und Belegungen durch die unterschiedlichsten Gruppen schon viele Feiern, Festlichkeiten, Tagungen, Sternwanderungen und Waldfeste erlebt.

Selbstverständlich wurde dem Zweck des Vereins, „nämlich das Wandern, Jugendwandern, die volkstümliche Kunst und Kultur zu pflegen und für den Landschafts- und Denkmalschutz einzutreten“ gebührend Rechnung getragen.

So wurden die planmäßigen, regelmäßigen Wanderungen, die Familien- und Jugendwanderungen als auch die Senioren- und Hausfrauenwanderungen durchgeführt.

Aber auch die Städte- und Studienreisen z. B. nach Berlin, Budapest, London, Moskau und Leningrad (heute St. Petersburg), Prag, Hamburg, Wien und Paris, als auch die vielen Wanderfahrten in die Mittel- und Hochgebirge wie Rhön, Schwarzwald, Steigerwald, Pfälzer Wald und in die Allgäuer-, Tuxer- und Zillertaler Alpen, in den Nationalpark Berchtesgaden zeigen die Weltoffenheit und die Beweglichkeit des Vereins.

Aber auch die Aufgaben der Wegemarkierungen und des Naturschutzes wie z. B. Bau von Vogelnistkästen, Pflege und Schutz von Waldameisenstaaten, Orchideenhainen und Vogelhecken werden Jahr für Jahr gewissenhaft erfüllt.

Seine große Liebe gehört aber zweifelsohne der Musik.

„Wandern und Musik gehören zusammen“. Von dieser Idee ließ sich Heinz Renz stets begeistern.

So ist er schon seit 1954 – bereits ein Jahr nach Gründung der „Wanderkapelle“

1953 – bis zum heutigen Tage ständiges Mitglied der Wandermusik. Anfangs spielte er die Gitarre, dann die Mandoline.

Im Laufe der Zeit bildete sich aus der „Wanderkapelle“ und der Jugendkapelle das Mandolinenorchester. Zahlreiche Wald- und Sommernachtsfeste des Wandervereins, Dorfabende, Vereinsjubiläen, Pfarrfeste und vieles mehr wurden musikalisch vom Mandolinenorchester gestaltet. Aber auch volkstümliche Konzerte mit den „Spessart-Schrammeln“ und den „Spechten“ bereicherten das kulturelle Leben in Röllfeld und der Stadt Klingenberg.

Die Teilnahme am 97. Deutschen Wandertag 1997 in Aschaffenburg, beim Heimatabend der Gaue „Hohe Warte“ und „Obernburg“ im Bürgerzentrum in Elsenfeld und der zentralen Festveranstaltung des Spessartbundes im Großen Saal der Stadthalle in Aschaffenburg gehören zu den Höhepunkten in der Geschichte des Mandolinenorchesters.

Ein besonderes Anliegen für Heinz Renz war auch die Freundschaft mit den örtlichen Vereinen. Es war für ihn immer wichtig, dass der Wanderverein besonders mit seinem Mandolinenorchester seinen Beitrag zu den Festen der örtlichen Vereine und der Pfarrei leistet. So wurden die Erlöse der Weihnachtskonzerte stets einem guten Zweck zugeführt.

Wie wichtig im Verein die Jugendarbeit ist, kann man der Tatsache entnehmen, dass die Jugend immer wieder für die Musik, für Volkstanz und Theaterspiel, für Fahrten, zu Zeltlagern und Jugendfreizeiten, Werken und Basteln, Naturkunde und Naturschutz interessiert und mobilisiert wurde.

Seine Bemühungen galten aber auch dem Fortbestand der Musikgruppen. Die Ausbildung junger Musiker war ihm stetes ein großes Anliegen. Die Jugendgruppen, die Akkordeongruppe und die Jungspechte mit ihren z. B. 20 öffentlichen Auftritten und 26 Gesangs- und Theaterproben mit 27 Kindern in einem Jahr belegen die regen Tätigkeiten.

Mit einem zweiten und einem dritten Preis beim Wettbewerb „Jugendkulturpreis des Landkreises Miltenberg“ und dem dritten Preis beim Jugendwettbewerb der Sparkasse wurde die erfolgreiche Jugendarbeit belohnt.

Für seine Verdienste erhielt Heinz Renz folgende Auszeichnungen:

Am 16.12.9161 das Verdienstabzeichen des Spessartbundes in Gold.

1993 die Ehrennadel in Gold für 40 Jahre aktives Musizieren.

Am 24.03.1999 das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten

und 2001 die Bürgermedaille der Stadt Klingenberg.

Ein herzliches Dankeschön sei an dieser Stelle seiner lieben Ehefrau Elfriede gesagt, die ihm in den verflossenen 50 Jahren immer mit Rat und Tat, nicht zuletzt auch als Regisseurin bei den Theateraufführungen, zur Seite stand.

Detaillierte Ausführungen über das rege Vereinsleben sind der Festschrift „50 Jahre Wanderverein 1951 Röllfeld e. V.“ zu entnehmen. Jeder Gauvertreter erhält anschließend auf Wunsch ein Exemplar davon.


02.11.2006

 

Gez. Dieter Weinkötz

 
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